Mehr Geld und Planungssicherheit gefordert
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Bildung, Jugend und Sport

05. Februar 2007

Hauptschulen

Mehr Geld und Planungssicherheit gefordert

Wenn es nicht schnell gelinge, die Hauptschule wieder attraktiv zu machen, werde sie zu einer „Schule der Übriggebliebenen“ verkommen, brachte Städtetagschef Hans Schaidinger die Situation auf den Punkt. In einem kürzlich mit Kultusminister Siegfried Schneider geführten Gespräch sei man sich einig gewesen, daß die geplante Reform „die letzte Chance für die Hauptschule“ sei. Für Mai kündigte Schneider eine Konzeptvorlage an.

Regensburgs Oberbürgermeister Schaidinger kritisierte, daß die Kommunen nur eine Einbindung als Sachaufwandsträger erführen. Die vorgesehene „Modularisierung“ müsse zwangsläufig dazu führen, daß nicht überall alles angeboten wird. Da könne es nicht angehen, daß die Kommunen nur verwalten. Sie und auch Eltern und Schulen müßten in die strukturellen Entscheidungen eingebunden werden. Gefordert seien „mehr Kooperation plus Flexibilität vor Ort“.

Bei der vorgesehenen Reform sieht der Städtetagschef noch einige offene Baustellen. Als Beispiel nannte er die mit Sicherheit kommende Zunahme von Schülerbeförderungen. Bei dem Erstattungsanteil an die Kommunen müsse im nächsten Finanzausgleich ordentlich „draufgesattelt“ werden. Daneben fordert Schaidinger einen schnelleren Ausbau der Ganztagshauptschulen. Im Doppelhaushalt seien lediglich 20 zusätzliche (echte) Ganztagsschulen eingeplant, eine Zahl, die die CSU-Fraktion im Landtag verdoppeln will. Aber auch damit sei man auf absehbare Zeit „meilenweit davon entfernt“, den Bedarf zu decken. Der Freistaat müsse klotzen nicht kleckern. Weitere Forderungen der Städte sind die Erhöhung der Schulbaumittel und der Stopp des Abbaus der Lehrkräfte.

Auch die Landtagsopposition ging massiv auf die vom Kultusminister angekündigten Investitionen in Höhe von weiteren 300 Millionen Euro ein. SPD-Bildungssprecher forderte Taten statt Worten. Er lud den Minister dazu ein, einen entsprechenden Nachtragshaushalt vorzulegen. So lange dies nicht geschehe, höhnte die Grünen-Bildungsexpertin Simone Tolle, handle es sich lediglich um eine „Luftnummer“.

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